Rasseportrait des Chihuahua

 

Der Chihuahua, in Fachkreisen auch liebevoll Chi genannt, ist eine der ältesten Hunderassen der Welt, die aus der mexikanischen Provinz „Chihuahua“  im Westen Mexikos stammt.

Man nimmt an, dass die Rasse früher der heilige Hund der Tolteken gewesen sein soll, einem kriegerischen Stamm, der im Hochtal von Mexiko lebte u. die Hunde zu religiösen Anlässen opferte. Sie nannten die Rasse Techichi. Auch die Azteken verehrten später diese Hunderasse und züchteten bevorzugt Chihuahuas mit großen Augen, rundem Kopf u. tiefen Stopp. Starb ein Azteke, verbrannten das Indianervolk den Toten zusammen mit seinem Hund, da man glaubte, dass er ihm mit seinen großen, leuchtenden Augen den Weg durch Unterwelt ins Paradies weisen würde.

In allen Ursprungstheorien ist nur von kurzhaarigen Hunden die Rede. Erst durch späteres Einkreuzen anderer Rassen, kamen die langhaarigen Chihuahuas zum Vorschein, die seit 1954 vom englischen Kennel Club als Rasse anerkannt wurden.

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Für viele scheint er ein zerbrechliches kleines Schoßhündchen zu sein, der kaum lange Spaziergänge durchhält und stets getragen werden will. Das ist leider ein weitverbreiteter Irrtum – Chihuahuas sind zwar Winzlinge, haben aber den Mut und das Selbstbewusstsein eines Löwen und eine Persönlichkeit von wahrer Größe. Sie sind flink, intelligent, aufmerksam, mutig u. wachsam u. dabei einfach unheimlich lieb u. treu.

Da der Chihuahua sehr auf eine Bezugsperson fixiert ist, kann er zuweilen auch recht eifersüchtig sein. Wen er einmal in sein Herz geschlossen hat, wird er stets beschützen wollen u. sucht auch immer dessen Nähe, wobei er sein Herrchen mehr lieben wird als sich selbst.

Intensive Schmuse – u. Streicheleinheiten sind ein Muss für ihn, ebenso tägliche Spaziergänge u. geistige Beschäftigung!!!

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Die Erfahrung zeigt, dass Langhaar – Chihuahua ruhiger u. ausgeglichener als kurzhaarige sind. Er ist auch leichter zu erziehen als der kurzhaarige Typ, denn er neigt nicht ständig zur Selbstüberschätzung u. provoziert daher auch nicht seine Artgenossen mit aufmüpfigem Gekläffe. Leider neigt diese Rasse durch ihre ständige Wachsamkeit  u. dem Bestreben sein Territorium zu beschützen eben oft zum Kläffen. So ist es nicht verwunderlich, dass der kurzhaarige Hund der dominantere ist u. mehr Konsequenz in der Erziehung benötigt, denn er ist sehr hartnäckig u. hat mitunter seinen eigenen Kopf.

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Das Idealgewicht des Hundes liegt zwischen 1,5kg und 3 kg. Kleinere Exemplare gelten als Qualzucht, da sie sehr krankheitsanfällig sind u. eine geringere Lebenserwartung haben. Oft neigen sie zur Unterzuckerung u. zu Herzkrankheiten. Sie werden auch als Teacups bezeichnet u. erweisen sich - dank Unwissenheit - leider als beliebtes Modeaccessoire.

Es gibt 2 Körpervarianten:

Cobby Typ - etwas gedrungenere Form

Derry Typ - gilt als der ursprünglichere Typ mit längeren Beinen

 

Der Kopf sollte rund sein (Apfelkopf), mit einem ausgeprägten Stopp und einem kurzen, gelegentlich etwas zugespitzen Fang. Sehr markant sind die großen Augen, sowie die kurze Schnauze u. die großen Stehohren. Die Widerristhöhe reicht von 15 bis 30 cm,wobei es auch hier Abweichungen geben kann. Es sind beide Fellvarianten erwünscht, wobei die langhaarigen Chihuahua mitunter erst im Alter von 2 Jahren, ihr volles Haarkleid entwickelt haben. Der Rassestandard erlaubt alle Farben von rein weiß, über cremefarben, tricolor und schwarz.

Der Kiefer des Chihuahua sollte im besten Falle ein 6/6 Scherengebiss sein, aber auch ein Zangengebiss ist zulässig. Vorbiss u. Rückbiss sowie andere Stellungsanomalien der Ober- oder Unterkiefer sind nicht erlaubt u. stellen einen Zuchtausschluss dar.

Hunde die an eine Patella Luxation (Kniescheibenverschiebung) leiden sind ebenfalls von der Zucht ausgeschlossen. Leider züchten unseriöse Züchter trotz besseren Wissens mit diesen Hunden weiter u. "produzieren" aus reiner Geldgier viele kranke Nachkomm en, denn PL ist eine Erbkrankheit. 

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 Dank ihrer Größe kann diese Rasse auch problemlos in der Wohnung gehalten u. überall mit hin genommen werden. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass der Chihuahua sehr intelligent, mutig u. aufgeweckt ist. Deswegen benötigt er täglich mind. 2 – 3 Stunden Auslauf u. sollte sinnvoll beschäftigt u. geistig gefördert werden. Er hat viel Spaß am Lernen u. begreift auch sehr schnell Neues.

Jeder Hundebesitzer sollte sich im Klaren darüber sein, dass auch ein so winziger Hund viel Aufmerksamkeit u. Zuwendung benötigt. Und das ein ganzes Hundeleben lang. Das könnten also bis zu 18 gemeinsame Jahre sein, die man mit seinem Hund verbringt.

Er wird nicht den ganzen Tag dekorativ auf der Couch sitzen u. dabei gut aussehen! Mit Kindern u. anderen vorhandenen Haustieren freundet er sich schnell an u. zeigt bei genügend Fremdkontakt auch keine Probleme mit anderen Artgenossen oder Menschen.

Viele Chihuahua tendieren zum "Zittern", was jedoch kein Gesundheitsproblem darstellt, sondern dann auftritt, wenn der Hund gestresst oder aufgeregt ist. Irrtümlicher Weise wird oft angenommen, dass der Chihuahua stets friert u. deswegen zittert.

Ich rate davon ab, einen Chihuahua als Spielkamerad für kleine Kinder anzusehen. Auch wenn sie klein sind, so haben sie doch viel Temperament u. bei Angst die Tendenz zu schnappen. Sie sind zwar robust aber unbeholfenen Kinderhänden schutzlos ausgeliefert, gerade in Bezug auf ihre Fontanelle, die oft nicht komplett geschlossen ist u. somit immer für den Hund ein Risiko darstellt. Laut Rassestandard ist eine kleine Fontanelle erlaubt u. stellt kein Zuchtausschluss dar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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